Château Margaux mit China-Repräsentanz

Château Margaux baut seine Position in Asien mit einer zusätzlichen ständigen Repräsentanz in der VR China aus. Bisher war der Premier Cru in Asien durch Thibault Pontallier vertreten, der seit 2010 von Hong Kong aus die Asiengeschäfte als Brand Ambassdor gemanagt hat. Jetzt engagierte Château Margaux die Chinesin Fangyuan Zheng als zusätzliche Business Development Managerin in China. Die erfahrene Marketing-Frau wird in Shanghai stationiert sein und von dort aus Pontallier unterstützen.

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Jean-Guillaume Prats #update

Das Rätselraten um die  Zukunftspläne von Jean-Guillaume Prats hat ein Ende. Der bisherige CEO der Domaines Reybier und Château Cos d’Estournel geht nicht nach Südafrika sondern  nach Paris zum Konzern LVMH. Dort wird er laut einer Presseerklkärung des Unternmehmens ab Februar kommenden Jahres Nachfolger von Xavier Ybargüengoitia als CEO von Estates & Wines  tätig sein. Prats ist dann verantwortlich für alle überseeischen Weinmarken des Konzerns. Dazu gehören Cloudy Bay, Cape Mentelle, Terrazas de los Andes, Cheval des Andes, Newton Vineyard, Numanthia und Chandon.

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In eigener Sache

In Kürze ist es soweit. Der im Sommer angekündigte Relaunch des Blogs Planet Bordeaux ist abgeschlossen. Über acht Jahre nach der Gründung im August 2004 war das überfällig: neues Design, neue Plattform, neue Möglichkeiten, besser vernetzt im Social Web. Der Blog wird künftig nicht mehr bei Blogg.de gehostet sondern auf einem eigenen Server bei HostEurope. Er firmiert dann wie auch der Schwesterblog Drink tank unter der Dachmarke Weinreporter und ist über die Domaine weinreporter.net zu erreichen.

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Entdeckung des Jahres: Le Reysse 2010

Selten waren sich die führenden Bordeaux-Auguren  in Deutschland, Österreich und der Schweiz so einige bei einem neuen Wein wie beim diesem:  Château Le Reysse. Er darf als die grosse Entdeckung der diesjährigen Primeur-Kampagne gelten. Und das schöne daran, es ist kein Newcomer von Parkers Gnaden.  Der deutsche Quereinsteiger Stefan Paefgen produziert diesen Wein seit zwei, drei Jahren aus teilweise uralten Reben eines Weingutes, das er in der Region von Begadan im äussersten Norden des Bordelais jenseits von St. Estèphe gekauft hat, aufwendig restauriert und zu neuem Leben erweckt hat.  Es liegt in the middle of nowhere, verfügt dort aber über ein  vergessenes Terroir mit einer einzigartigen Mikrofauna.

Als ich vor knapp zwei  Jahren zum ersten Mal über dieses Projekt, seine Weine und das darin schlummernde Potenzial geschrieben habe, war Château Le Reysse ein absoluter no name.  Das Gut im Bas Médoc war noch eine einzige Baustelle.  Der Wein konnte unter zehn Euro erworben werden und wer auf meinen Rat hin damals alles kaufte bzw. subskribierte was er bekommen konnte,  kann sich jetzt freuen. Heute tendiert der Wein gen 20 Euro und der nächste Jahrgang wird sicherlich darüber liegen.  Was ist passiert? Jens Priewe hat Wein und Winzer in seinem Weinkenner.de einer ausführlichen Würdigung unterzogen. Hendrik Thoma hat ihn in seinem Vlog vorgestellt. Reneé Gabriel feierte ihn im Weinwisser mit 18 Punkten und schliesslich gab ihm Falstaff Chefredakteur Peter Moser jetzt 92 Punkte und zeichnete ihn als Editors Choice aus.  Ich habe den Wein in drei  verschiedenen Phasen mehrfach verkostet: aus dem Fass, bei der Füllung und jetzt zur Arrivage. Hier mein Protokoll:

2010 Château Le Reysse Cuvée Prestige

Erste Verkostung Mai 2011 (Fassmuster) : Dunkles, sehr dichtes rubinrot. Nase mit einem dunklen Früchtekompott, rauchig, etwas schwarze Schokolade. Dazu dieser für diesen Teil des Bas Médoc und St. Estèphe charakteristische schroffe Mineralität. Am Gaumen stark säurebetont, schöne satte, reife Sauerkirschfrucht, dahinter aber auch viel Süsse. Schokoladig, fleischig, cremige Konsistenz. Lang und nachhaltig. Noch etwas bitter im Abgang.( 90 – 92)

Zweite Verkostung April 2012 (bei der Füllung): Der Wein hat sich im Barrique wunderbar entwickelt.  Dunkles dichtes rubinviolett. Schon in der Nase eine sehr chrakteristische tiefe  Struktur von dunkler Beerenfrucht, Tannine, Mineralität, leicht balsamisch getönt mit Tabak und Zigarrenkiste.  Am Gaumen dickflüssig, fleischig, konzentriert, pelzige Tannine,  etwas Kokosflocken, Makronen, schöne saftige Süsse. Lang und nachhaltig (93 – 95)

Dritte Verkostung  Oktober 2012 (Arrivage):  Dunkles, tiefes rubinrot.  Nase nicht mehr mit ganz so viel frische Frucht  wie vor einem halben Jahr. Das entspricht aber durchaus dem Zeitpunkt.  Dafür wirkte er würziger, etwas rauchiger. Das Holz ist anfangs etwas präsenter. Geröstete Pflaumen,  ein Hauch Zimt und Tabak,  Zigarrenkiste. Sehr komplex.  Am Gaumen ausgewogen, sehr harmonisch, aber von einer beeindruckenden Statur, die nicht nur vom Alkohol getragen wird sondern auch von den Extrakten und von Mineralität. Sollte unbedingt zwei, drei Stunden vorher dekantiert werden, wenn man ihn jetzt schon trinken und nicht lagern will. Bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung dieses Weins.  Im jetzigen Zustand für mich glatte 93 Punkte mit einem kleinen Pluszeichen für die Zukunft.

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Positive Export-Bilanz für Bordeaux-Weine

Die Weinausfuhren aus Bordeaux haben laut Angaben des Dachverbands CIVB zwischen Juli 2011 und Juli 2012 um 17 Prozent  in der Menge auf 2,33 Millionen Hektoliter und um 28 Prozent im Wert auf 2,29 Milliarden Euro zugelegt. Damit wurden laut Georges Haushalter, Präsident des Conseil-Interprofessionnel du Vin de Bordeaux (CIVB),  alle früheren Exportrekorde übertroffen. Während im französischen Inland kaum mehr Steigerungsraten erzielt werden können, legten fast alle Auslandsmärkte zu.  Allen voran erneut China. Da auch Japan und Hong Kong kräftig zulegten, bleiben die asiatischen Märkte weiterhin die wichtigste treibende Kraft im Bordeauxgeschäft

 

Die EU bleibt nach wie vor der stärkste Markt für Bordeaux-Weine. Die Exporte stiegen um sieben Prozent auf eine Million Hektoliter und im Wert um 41 Prozent auf 873 Millionen Euro.In den Rest der Welt  gingen 1.32 Millionen Hektoliter (+ 25 %) mit einem Wert von 1.4 Milliarden Euro (+ 21 %). Hong Kong und China nahmen dabei die Hälfte der Bordelaiser Weinexporte ausserhalb der EU auf. Zusammen machte das  630.000 Hektoliter aus im Wert von 649 Millionen Euro. Allein die Verkäufe nach China gingen um 55 Prozent in die Höhe. Werte starke Märkte waren Japan (15 % in der menge und 22 % im Wert), USA (11 % und 52 %) sowie  Kanada (25 % im Wert) Lesen fortsetzen

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Jean-Guillaume Prats verlässt Cos d´Estournel

Der langjährige Regisseur von Château Cos d´Estournel Jean-Guillaume Prats wird im kommenden Jahr den Deuxième Cru in St. Estèphe verlassen und sich neuen Aufgaben zuwenden. In Bordeaux geht man davon aus, dass er möglichertwiese nach Südafrika gehen wird, wo sein Vater Bruno and  Hubert de Bouard  (Château Angélus) in Constantia mit Anwilka sei8t einigen Jahren bereits einen der besten Rotweine Südafrika produzieren. Als Nachfolger für Prats wird Christophe Ranger genannt,, der bisher für die Negociant-Firma von Michel Reybier gearbeitet hat, dem Cos d´e3stournel gehört. Prats hatte Château Cos d´Estournel seit 2001 gemanagt  und in dieser Zeit  den Preis für den Grand Vin nahe an das Level der Premier Crus herangeführt.

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Norman Foster baut Margaux-Keller

Château Margaux hat den britischen Star-Architekten Sir Norman Foster mit der Umgestaltung der Kelleranlagen und dem Neubau eines Besucherzentrums beauftragt. Unterstützt wird er dabei von dem lokalen Architekten Guy Tropres aus Bordeaux. Die Bauarbeiten, die im Frühling 2013 beginnen werden, sollen 18 Monate dauern. Foster zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Architekten der Welt. U..a. zeichnet er für die Reichstagskuppel in Berlin verantwortlich, den Hearst Tower in New York, das Hauptquartier von HCBC in Hongkong, die Swiss Te Centrale und das neue Wembley Stadion in London, für das Khan Shatyr in Astana und The Index in Dubai. Es ist nicht das erste Weingut. das Foster redesigned. Im Jahr 2010 hat er bereits die Bodegas Portia in Ribera del Duero umgebaut.

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Die neue Klassifikation von Saint Emilion

Seit Tagen wurde spekuliert und gestern wurden dann tagsüber mehr oder minder richtige, unvollständige oder auch falsche Listen im Internet herumgereicht. Die volle Wahrheit über die Revision der Klassifikation von Saint Emilion gab es erst am Abend nach einer Pressekonferenz der INAO in Paris in Form einer Presseerklärung. Jetzt ist es offiziell: sechs Güter wurden in den Adelsstand der Premier Grand Cru Classé erhoben, zwei davon  mit dem Zusatz A (Pavie und Angélus) und vier in die Kategorie B und zwar Larcis Ducasse, Jean Luc Thunevins Valandraud und die beiden Güter von Stephan Graf Neippereg Canon La Gafflière und und La Mondotte. Damit stieg die Zahl der Premiers auf dem rechten Ufer auf 18.  Acht Betriebe wurden neu in die Gruppe der Grand Cru Classé aufgenommen:  Côte de Baleau, Faugères, de Ferrand,  Fombrauge, Jean Faure, Péby Faugères, de Pressac, Quinault L`Enclos und Rochebelle.    Die Gruppe umfasst jetzt 64 Châteaux.

Fier die komplette Liste, wie sie jetzt dem Ministerium zur endgültigen Genehmigung vorliegt.

PREMIERS GRANDS CRUS CLASSES A

Château Angélus (neu)
Château Ausone
Château Cheval Blanc
Château Pavie (neu)

PREMIERS GRANDS CRUS CLASSES

Beau Beau-Séjour-Bécot
Château Beauséjour (héritiers Duffau-Lagarrosse)
Château Bélair-Monange
Château Canon
Château Canon la Gaffelière (neu)
Château Figeac
Clos Fourtet
Château la Gaffelière
Château Larcis Ducasse (neu)
La Mondotte (neu)
Château Pavie Macquin
Château Troplong Mondot
Château Trottevieille
Château Valandraud (neu)

GRANDS CRUS CLASSES :

Château l’Arrosée
Château Balestard la Tonnelle
Château Fleur Cardinale
Château Monbousquet
Château La Fleur Morange
Château Moulin du Cadet
Château Barde-Haut
Château Fombrauge (neu)
Château Bellefont-Belcier
Château Fonplégade
Château Pavie Decesse
Château Bellevue
Château Fonroque
Château Peby Faugères (neu)
Château Berliquet
Château Franc Mayne
Château Petit Faurie de Soutard
Château Cadet-Bon
Château Grand Corbin
Château de Pressac (neu)
Château Capdemourlin
Château Grand Corbin-Despagne
Château le Prieuré
Château le Chatelet
Château Grand Mayne
Château Quinault l’Enclos (neu)
Château Chauvin
Château les Grandes Murailles
Château Ripeau
Château Clos de Sarpe
Château Grand-Pontet
Château Rochebelle (neu)
Château la Clotte
Château Guadet
Château Saint-Georges-Cote-Pavie
Château la Commanderie
Château Haut-Sarpe
Château Corbin
Château Sansonnet
Château Côte de Baleau (neu)
Château la Serre
Château la Couspaude
Château Jean Faure
Château Soutard
Château Dassault
Château Laniote
Château Tertre Daugay
Château Destieux
Château Larmande
Château la Tour Figeac
Château la Dominique
Château Laroque
Château Villemaurine
Château Faugères (neu)
Château Laroze
Château Yon-Figeac
Château Faurie de Souchard
Château de Ferrand (neu)
Château la Marzelle
Clos des Jacobins
Clos la Madeleine
Clos de l’Oratoire
Clos Saint-Martin
Couvent des Jacobins

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Lesebeginn auf La Mission Haut-Brion

Auf Château La Mission Haut-Brion in Pessac-Léognan hat man gestern mit der Lese des Jahrgangs 2012 begonnen. Als erstes wurden Trauben der weissen Sorte Sauvignon gris geerntet. Regisseur Jean-Philippe Delmas gibt sich in einem ersten via Facebook veröffentlichten Bulletin verhalten optimistisch was den Jahrgang angeht. Der Sommer sei wieder sehr trocken gewesen, der August gar „superbe“, aber man müsse den Verlauf des September abwarten, der oftmals von Wetterkapriolen geprägt sei. Die Aromatik der Sauvignon-Trauben beschreibt er als “explosiv“.  Bild: La Mission Haut-Brion

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Lafite und Pétrus treiben Christie´s Online-Auktion

Das Londoner Auktionshaus Christie’s International erreichte bei seiner ersten exklusiven Online Wein-Auktion ein Ergebnis von 819,715 Dollar. Die Erwartungen des Netto Umsatzes hatten bei 750.000 bis 1 Million Dollar gelegen. Von den angebotenen 301 Lots fanden 88 Prozent einen Käufer.  Den höchsten Zuschlag erhielt dabei eine Original Kiste 1982 Château Lafite-Rothschild mit 42.350 Dollar inklusive Gebühr.  Eine Sechserkiste Château Pétrus erreichte mit 26,620 Dollar einen Preeis, der erheblich über dem Schätzpreis von 20,000 Dollar lag. Auch drei Lots mit je zwölf Flaschen 2000 Château Mouton-Rothschild und 1982 Château Latour übertrafen die Schätzpreise. Für die zweiwöchige Auktionsperiode, in der drei private Sammlungen überwiegend mit Bordeaux-Weinen angeboten wurden  hatten sich 444 Bieter aus 29 Ländern weltweit registriert darunter auch aus Ländern wie Lettland und Indonesien. Besonders aktiv waren nach Angaben des Auktionshaiuses Käufer aus Brasilien. Die Online Verkäufe von Christie’s erreichten 2011 einen Umsatz von 130 Millionen Dollar. Das war eine Steigerung von 46 Prozent gegenüber 2008. Rund 21 Prozent der globalen Weinverkäufe von Chriestie´ s wurden vergangenen Jahr online erzielt.

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